• SN EN ISO 9001 & 13485
  • Einfache Nachbestellung
  • Kein Mindestbestellwert
  • Schneller Versand

Tipps und Tricks aus dem Labor: Zentrifugieren

Ob für Blutproben, Proteinaufreinigungen oder DNA-Isolationen – bei fast allen Prozessen im biologischen Forschungslabor benötigt man eine Auftrennung von Flüssigkeiten mithilfe einer Zentrifuge.
Zentrifugen sind je nach Grösse und Ausstattung kostspielige Maschinen. Damit man möglichst lange Freude daran hat, haben wir hier ein paar einfache Tipps für die Nutzung zusammengestellt.

 zentrifugen

 

Symmetrisches Beladen

zentrifugen symmetrisch beladen

Das A und O bei der Bedienung einer Zentrifuge ist das Beladen. Die Gefässe müssen immer symmetrisch geladen werden, um eine Unwucht und damit eine Beschädigung der Maschine zu vermeiden! Beim Ausbalancieren müssen die einander gegenüberliegenden Proben immer die gleichen Gefässtypen haben und gleich befüllt sein. Einem 1.5 ml-Zentrifugationsröhrchen  mit 1 ml Flüssigkeit steht also ebenso ein anderes 1.5 ml-Zentrifugationsröhrchen ebenfalls mit 1 ml Flüssigkeit entgegen.

 

 

 

 

 

 

 

Offen Zentrifugierenzentrifugen offenes zentrifugieren

Es gibt bestimmte Arbeitsschritte, bei denen man mit offenem Gefässdeckel zentrifugiert. Wenn möglich empfehlen wir den Deckel einfach vor der Nutzung abzutrennen und zwar offen, jedoch ohne Deckel zu arbeiten. Lässt sich dies jedoch nicht vermeiden, muss man unbedingt darauf achten, den Deckel in Rotationsrichtung zu drehen. Dreht die Zentrifuge im Uhrzeigersinn, muss der Deckel gegen den Uhrzeigersinn zeigen!

 

 

 

 

 

Das richtige Gefäss

Verschiedene Kunststoffe besitzen verschiedene Eigenschaften. Daher sollte man überprüfen, ob die Gefässe, die man nutzt, auch für den Gebrauch bei der entsprechenden g-Zahl geeignet sind. Ansonsten kann es zur Verformung des Kunststoffes kommen oder im schlimmsten Fall sogar zur Beschädigung des Gefässes und damit zum Verlust der Probe.

 

Reinigen

Zentrifugen sollten regelmässig gereinigt werden. Der Rotor wird entfernt und sauber gemacht. Ausserdem werden Metallteile auf Korrosion überprüft und die Motorwelle gefettet.

 

Kühlzentrifugen

Benötigt man für das Experiment eine Kühlzentrifuge, sollte man vor Beginn des Experimentes daran denken, diese herunterzukühlen. Um eine Zentrifuge an einem heissen Sommertag von 24 Grad auf 4 Grad herunterzukühlen, sollte man gute 15 Minuten einrechnen. Sollten mehrere Wissenschaftler in einem Labor ein und dieselbe Kühlzentrifuge nutzen, sind die Kollegen und die Zentrifuge dankbar, wenn man diese nach der Zentrifugation verschliesst und so die Kühlung intakt hält. Dadurch entsteht weniger Kondensation und es kommt nicht so leicht zur Korrosion. Am Ende eines Labortages sollte die Zentrifuge dann aber unbedingt über Nacht ausgeschaltet und mit offenem Deckel zum Austrocknen gelagert werden!

Ihre Frage wurde erfolgreich verschickt.

Oops! Etwas ist schiefgelaufen...