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COVID-19 bei Tieren

Corona-Viren sind RNA-Viren, die bei verschiedenen Wirbeltieren Erkrankungen auslösen können. Die meisten der Viren können sich genetisch gut anpassen.

Daher ist die Überwindung der Artenbarriere oft kein Problem. Beispiele der Überwindung der Artengrenze sind Infektionen von Menschen mit SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2, die durch eine Übertragung von Corona-Viren aus der Wildtierpopulation ausgelöst wurden. Bei Menschen treten bei einer Infektion vor allem starke Atemprobleme auf. Bei Tieren können die Corona-Viren Durchfälle, respiratorische Erkrankungen und Krankheiten des zentralen Nervensystems verursachen.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Corona-Viren werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen. Tränen-, Nasen-, Hustensekret und Kot enthalten eine grosse Anzahl der Viren. Diese werden durch direkten Kontakt oder Schmierinfektionen an andere Tiere übertragen. Die Eintrittspforte für die Viren ist der Nasen-Rachenraum. Um in die Zellen des Gewebes eindringen zu können, benötigen die Corona-Viren Furin. Das Aktivator-Protein hilft, die Viren über den Mikromotor der Zelle in das Zellinnere zu schleusen. Das Enzym ist vor allem in dem Gewebe von Dünndarm, Leber, Niere und Nerven enthalten. Im Zellinneren verbindet sich die RNA des Virus mit der Erbsubstanz der Zelle. Die Reproduktion von neuen Virusteilchen (Virionen) beginnt. Diese können mithilfe eines weiteren Proteins die Zellwand durchdringen und benachbarte Zellen infizieren.

Durch den Befall der Zellen wird eine Abwehrreaktion des Immunsystems in Gang gesetzt. Es kommt zu einer starken Ausschüttung von Zytokinen, die die Entzündung noch weiter verstärken.

Abhängig vom befallenen Gewebe treten verschiedene Krankheitserscheinungen auf. 

Corona-Viren bei Katzen

Die Infektion mit Corona-Viren erfolgt vor der Geburt oder in den ersten Lebenswochen. Bei den meisten Katzen treten fieberhafte Durchfälle auf. Nach einiger Zeit erholen sich die meisten Katzen vollständig. Bei einigen Tieren sind die Darmzotten im Dünndarm allerdings stark geschädigt, die Durchfälle bleiben für lange Zeit bestehen. Das Immunsystem der Katzen hat gegen die Durchfallviren Antikörper gebildet, die lebenslang nachweisbar sind.

Bei zwei bis acht Prozent der Katzen mutiert das Corona-Virus. Die feline infektiöse Peritonitis (FIP) bricht aus. Das mutierte Virus verbindet sich mit den gebildeten Antikörpern zu grossen Komplexen, die die Blutgefässe und Lymphgefässe schädigen. Das Bauchfell entzündet sich. In der Bauch- und Brusthöhle sammelt sich eine bernsteinfarbene, eiweissreiche Flüssigkeit an. Ist die feline infektiöse Peritonitis einmal ausgebrochen, verläuft sie meistens tödlich.

Befällt das Virus die inneren Organe (Leber, Milz, Niere), entsteht eine fibrinöse Entzündung der Organserosa. Auf der Oberfläche der Organe lagern sich zahlreiche Fibrinfäden ab. Die trockene Form der FIP verläuft ebenso tödlich wie die feuchte Form.

Erreichen die Viren das zentrale Nervensystem, treten auch neurologische Symptome auf. Die Katzen sind desorientiert und taumeln. Das Futter wird verweigert.

Katzen können sich auch mit Covid-19 anstecken. Neue Studien haben ergeben, dass eine Ansteckung durch infizierte Menschen möglich ist. Vor allem junge Katzen zeigen schwere respiratorische Symptome. Obwohl eine Übertragung von infizierten Katzen auf andere Katzen möglich ist, ist eine Übertragung von Katzen auf Menschen allerdings nicht möglich, da die Tiere keine ausreichende Viruslast übertragen können.

Corona-Viren bei Hunden

Die Durchfallviren lösen bei Hunden eher milde Durchfälle aus. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen, die Viren enthalten. Ein tödlicher Verlauf ist sehr selten.

Hunde scheinen gegen das SARS-CoV-2 Virus eher resistent zu sein. Hunde, die für Studien mit dem Virus infiziert wurden, bildeten kaum Antikörper (nur ein Fallbericht). Eine direkte Ansteckung von Hund zu Hund durch Kontakt konnte nach der Infektion nicht nachgewiesen werden.

Corona-Viren bei Frettchen

Bei Frettchen lösen die Corona-Viren granulomatöse Entzündungen der Lymphknoten und Durchfälle aus. Die Milz ist stark vergrössert. Todesfälle treten vor allem bei Jungtieren auf.

SARS-CoV-2 kann auf Frettchen übertragen werden. Die Tiere bilden Antikörper aus.

Corona-Viren bei Meerschweinchen und Kaninchen

Erwachsene Tiere zeigen keine Krankheitssymptome. Bei Jungtieren treten vor allem Durchfälle auf. Sind die Tiere erst wenige Tage alt, kann die Erkrankung bei 50 % von ihnen tödlich verlaufen.

Corona-Viren bei Schweinen

Bei Schweinen verursachen die Corona-Viren Durchfälle, die hoch ansteckend sind. Die Übertragung erfolgt durch Kot, Gülle und verunreinigte Gegenstände. Die Symptome sind vom Alter der Schweine, dem Virusstamm und dem Immunsystem der Tiere abhängig. Mit zunehmendem Alter der Schweine sinkt die Mortalitätsrate stark ab. Bei Saugferkeln lösen die Viren eine hochgradige Entzündung des Darmtraktes aus. Durch Erbrechen und starke Durchfälle verlieren die Tiere viel Flüssigkeit. Die Sterblichkeit beträgt fast 100 %. Erwachsene Schweine nehmen weniger Futter auf und leiden einige Tage an milden Durchfällen. Die PED (porzine epidemische Diarrhoe) verläuft bei adulten Tieren fast nie tödlich.

Problematisch ist der hohe wirtschaftliche Schaden durch die seuchenhafte, schnelle Ausbreitung und die hohe Todesrate bei Saugferkeln.

Corona-Viren bei Rindern und Schafen

Bovine Corona-Viren sind gut an die Rinder angepasst und sind nicht auf Menschen übertragbar. Bei erwachsenen Rindern und Schafen treten kaum Krankheitserscheinungen auf. Sie bilden aber ein Virusreservoir für die Kälber und Lämmer.

Jungtiere leiden allerdings unter schweren Durchfällen. Die meisten Kälber erkranken in der ersten Lebenswoche. Die Infektion erfolgt über Kot oder verunreinigte Gegenstände. Nach einer Inkubationszeit von 48 Stunden sind die ersten Symptome sichtbar. Starke, grau-gelbe, wässrige Durchfälle verursachen eine Austrocknung. Die Dünndarmzotten werden durch die Entzündung zerstört. Oft wird die Kälberdysenterie durch eine Kombination von Corona-Viren und Rota-Viren ausgelöst. Wird die verloren gegangene Flüssigkeit nicht rechtzeitig ergänzt, sterben die Kälber an Kreislaufversagen und Dehydration. Durch den Flüssigkeitsverlust tritt eine metabolische Azidose auf. Das Kalb wird immer schwächer und ist nicht mehr in der Lage, die Flüssigkeit und die Elektrolyte über die Darmschleimhaut aufzunehmen.

Corona-Viren bei Geflügel

Die infektiöse Bronchitis wird bei Hühnern und Fasanen durch ein Corona-Virus verursacht. Ohne Schutz durch eine Impfung treten schwere Atemwegsinfektionen und Nierenschäden auf. Die Legeleistung und die Mastleistung sind stark verringert. Da die Viren hoch ansteckend sind, können innerhalb von 48 Stunden alle Tiere eines Bestandes befallen werden. Vor allem von der Erkrankung betroffen sind Küken in den ersten Lebenstagen. Bei ihnen treten auch die meisten Todesfälle auf. Da sich durch Mutationen immer wieder neue Serotypen des Virus bilden, muss der Impfstoff ständig an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Corona-Viren bei Fischen

Auch Fische können an Corona-Viren erkranken. Es treten leichte Durchfälle auf, die meistens nicht tödlich verlaufen. Fische sind ein Tierreservoir für Corona-Viren.

Nachweis der Corona-Viren durch einen Schnelltest bei Tieren

Für Katzen und Hunde können Schnell-Tests verwendet werden, um Corona-Viren innerhalb kurzer Zeit direkt in der Ordination zu diagnostizieren. Die spezifischen Antigene von felinen und caninen Corona-Viren werden direkt im Kot nachgewiesen. Der Schnelltest kann sowohl bei Verdacht als auch bei Symptomen einer Corona-Virusinfektion durchgeführt werden. Da die Ausscheidung der Viren immer wieder von Pausen unterbrochen ist, sollte der Schnelltest mehrmals wiederholt werden.

Häufig ist bei Hunden und Katzen die Infektion mit Corona-Viren auch mit einer Parvo-Viren-Infektion verbunden. Für den Nachweis der Mischinfektion kann der tamaVet® Multi 2TB Test durchgeführt werden. Der Test ist vor allem für einen frühen Infektionsnachweis geeignet. Nach einigen Tagen werden die Parvoviren nicht mehr ausgeschieden. Auch dieser Test sollte nach zwei Tagen wiederholt werden.

Der tamaVet® CoronavirusTest ist ein Immunoessay, bei dem die Antigene direkt nachgewiesen werden. Der Kot wird in Pufferlösung aufgeschwemmt und auf das Testfeld aufgebracht. Die Antigene reagieren mit den Gold-markierten Antikörpern des Tests. Im positiven Fall bildet sich eine rote Linie. Zusätzlich wird eine rote Linie im Kontrollfeld sichtbar. Positive Ergebnisse sollten immer durch eine zweite analytische Methode in einem Labor bestätigt werden. Die Sensitivität des Tests beträgt 96,2 %, die Spezifität 95,7 %. Der tamaVet® Coronavirus Test ist vor allem für eine schnelle Diagnose direkt in der Praxis geeignet. 

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